Feste feiern, wie sie fallen

 

Besuchen Sie doch einmal eines der zahlreichen Feste, welche unsere Gemeinde im Laufe eines Jahres bereichern.

Kommen Sie doch einmal zur traditionellen Schenkenzeller Fasnet, schauen Sie sich den Rosenmontagsumzug mit zahlreichen Maskenträgern an und machen Sie sich ein Bild von ungewöhnlichen allemannischen und regionalen Bräuchen.

Stellen Sie mit uns den Maibaum und tanzen Sie in den Wonnemonat hinein, schauen Sie sie sich die wunderschönen und aufwendig gearbeiteten Blütenteppiche an Fronleichnam an oder begleiten Sie die Prozession zu Ehren der seligen Luitgard zu Wittichen.

Beim jährlichen Halbmarathon durch den TV Schenkenzell kann man ins Schwitzen und Feiern kommen.
Gesellige Vereinsfeste rund ums ganze Jahr laden zum Verweilen ein.

Feiern Sie mit uns, wir laden Sie herzlich ein.

Fasnet

Die Schenkenzeller Fasnet steht in der Tradition der schwäbisch-allemannischen Fasnet. Bei uns gibt es viele Hästräger mit hölzernen Larven. Dazu gehören die Schenkenhexen, die Haldenhexen, die Kobalthexen, die Bergtalhexen und die Wustelegeister. Außerdem gibt es die fest etablierte Gruppe der Guggenmusik Dorfbätscher, die Bändeleszunft, die jährlich für den nötigen „Narrenhimmel“ sorgt, den Narrenverein, der alles im Griff hat und die Kaffeetanten zu denen sich mittlerweile auch einige ‚Kaffeeonkel‘ gesellen.

Kaffeetanten am Rosenmontagsumzug

Die närrische Kernzeit beginnt mit dem „Schnurren“. Hier muss man als Schenkenzeller wirklich Obacht geben, denn die Schurranten sammeln die übers Jahr geleisteten „Fehltritte“ der Dorfbewohner und -bewohnerinnen, um sie in mehr oder weniger wahr aufbereiteten Geschichten in den vollbesetzten Gaststätten am Schnurrabend zum Besten zu geben. Ein Riesenspaß für alle. Bist Du in diesem Jahr nicht aufgefallen- im nächsten kommst Du bestimmt dran …

Die armen Schüler und Kindergartenkinder werden von den Narren am „Schmutzige Dunschtig“ vom schweren Joch der Schule und Kindergarten befreit, um abends im Nachthemd und mit Schlafmütze am Hemglunkerumzug mitzumaschieren. Zuvor wird der Narrenbaum an der Schule aufgestellt und dann geht’s ab zum Hemdglunkerball.

Am Rosenmontag ist um 14.00 Uhr ein Umzug durchs Dorf. Hier darf jeder mitlaufen und viele befreundete Zünfte werden eingeladen. Dienstags ist die traditionelle Kinderfasnet mit viel Programm und am Aschermittwoch wird der Narrenbaum gefällt, die Fasnet verbrannt und aus ists.

Doch ‚Nach der Fasnet‘ ist für die Narren ‚Vor der Fasnet‘, denn ab jetzt „Gohts dagege …!“, wie die Schenkenzeller wissen.

Die jeweiligen Termine entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungskalender.

Bild von Schenkenhexen Schenkenzell Fasnet
Schenkenhexen am Rosenmontagsumzug

Fronleichnam in Schenkenzell – Prozession und Blütenteppiche

Termin: Donnerstag nach Dreifaltigkeitssonntag (10. Tag nach Pfingsten)
Die Prozession muss nicht unbedingt an diesem Tag sein, bitte im kath. Pfarramt erkundigen.

In vielen Gemeinden wird der „Herrgottstag“‚, so wurde Fronleichnam in früheren Zeiten genannt, mit Böllerschüssen angekündigt. So auch in Wittichen und Schenkenzell.

Blumenteppiche in Schenkenzell und Wittichen, aufwendig hergestellt und in kürzester Zeit vergänglich, schmücken, wie Fahnen und Blumensträuße, die Prozessionswege. Die Anwohner schmücken das Dorf jedes Jahr aufs Neue mit viel Mühe und Aufwand und dafür gebührt ihnen ein großes Dankeschön.

Blumenteppich bei der Fronleichnamsprozession

Kirche findet auch in Schenkenzell an diesem Tag sozusagen auf der Straße statt. Auch hier wird das Vermächtnis, der Auftrag Christi, die Einsetzung des allerheiligsten Altarsakraments gebührend gefeiert. Für den Jubel, die Dankbarkeit und die Freude der Gemeinde an diesem Hochfest der katholischen Kirche ist aber das Gotteshaus zu klein, so dass im goldenen Schrein die Monstranz unter dem ‚Himmel‘ in einer Prozession durch die Gemeinde getragen wird.

Luitgardfest im Kloster Wittichen

An jedem zweiten Oktobersonntag findet in Wittichen ein großes Fest mit Festgottesdienst, Andacht und Prozession in und bei der Klosterkirche zum Gedenken an Äbtissin Luitgard von Wittichen statt.

Die Beginenschwester Luitgard, die Vortal zu Schenkenzell aufwuchs und in einem Oberwolfacher Kloster lebte, gründete 1324 eine Klause mit 33 Schwestern in Wittichen zu Schenkenzell.
Später wurde diese Klause als Kloster anerkannt und erhielt die Ordensregel der heiligen Klara. Luitgard zeigte große Liebe zu den Mitmenschen und war oft so freigiebig, dass sie selbst Hunger litt. Sie stand 25 Jahre als Äbtissin dem Kloster Wittichen vor und verstarb am 16.Oktober 1347.

Bild vom Grab der seligen Lutigard in Wittichen
Bild vom Grab der seligen Luitgard in Wittichen

Die Überlieferung berichtet von vielen Wundertaten an ihrem Grab. Das wohl größte Wunder aber geschah im Grab selbst. Als man das Grab und den Sarg im Jahre 1629 öffnete, fand man das Gehirn der Äbtissin Luitgard noch vollkommen frisch und unversehrt.

Seither pilgern viele Gläubige nach Wittichen, um sich im Gebet Kraft und Trost zu erbitten. Während der Säkularisation 1803 wurde das Kloster aufgelöst und der Besitz der fürstenbergischen Standesherrschaft übergeben. Heute ist die Kirche im Besitz der Kirchengemeinde und ein Schmuckstück im Oberen Kinzigtal.

Doch Luitgard wurde von der Kirche nie selig oder heilig gesprochen. Trotzdem suchen noch heute täglich viele Wallfahrer das Grab der Klostergründerin auf.

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