Sitzung des Ortschaftsrates am 11.05.2026

Bericht aus dem Ortschaftsrat Kaltbrunn der 2. öffentlichen Sitzung am Montag, 11.05.2026

Ortsvorsteher Stefan Maier eröffnet um 19:00 Uhr die Sitzung und begrüßt die Mitglieder des Ortschaftsrates Kaltbrunn, die vollzählig anwesend waren.

Nach Eröffnung der Verhandlung stellte der Vorsitzende fest, dass

  1. zu der Verhandlung durch Ladung vom 30.04.2026 ordnungsgemäß eingeladen wurde;
  2. die Tagesordnung für den öffentlichen Teil der Verhandlung am 30.04.2026 ortsüblich bekannt gemacht wurde;
  3. das Gremium beschlussfähig ist, weil mindestens vier Mitglieder anwesend sind

1. Bürgerfrageviertelstunde

Zum Sitzungsbeginn war der Saal gut gefüllt und auf Nachfrage seitens des Vorsitzenden in die Zuhörerschaft stellte sich heraus, dass das Kommen überwiegend mit dem Tagesordnungspunkt 2 im Zusammenhang stand. Aus diesem Grund wurde in Abstimmung mit dem Gremium beschlossen, dass mögliche Fragen und Wortmeldungen gezielt während dieses Tagesordnungspunktes gestellt werden können, um einer Mehrfachbeantwortung im Vorfeld zu diesem TOP entgegenzuwirken.

2. Vorstellung von alternativen Grabarten für die Friedhöfe in Kaltbrunn und Wittichen

Bereits in der Sitzung im November 2025 wurde die Erweiterung der Bestattungsformen auf den Friedhöfen in Kaltbrunn und Wittichen thematisiert. Die Verwaltung wurde danach mit der Prüfung weiterer Alternativen beauftragt.

Derzeit gibt es auf beiden Friedhöfen neben klassischen Gräbern für Erdbestattungen auch Urnenreihen- und -wahlgräber als Erdgräber.

Mögliche weitere Grabarten, die auf dem Friedhof Schenkenzell angeboten werden, sind:

  • Urnennischengräber in einer Urnensäule oder Urnenwand
  • Grünflächen- oder Rasengräber für Erd- und / oder Urnenbestattungen
  • Gärtnergepflegte Urnengräber

Als Möglichkeit für ein gärtnergepflegtes Gemeinschaftsgrabfeld für die Friedhöfe Kaltbrunn und Wittichen war im November vorgeschlagen worden, die Urnengräber um einen Findling herum auszurichten.
Als weitere Bestattungsformen wären Urnenerdkammern / Urnenerdrohre denkbar.
Beispiele für die einzelnen Grabarten sind in der Anlage aufgeführt.

Bei der Auswahl der Grabarten mit der Anzahl der Grabplätze muss die Zahl der Bestattungen berücksichtigt werden. Folgende Bestattungen gab es in den letzten Jahren auf den Friedhöfen in Kaltbrunn und Wittichen:

2021
Kaltbrunn
3 Bestattungen, davon 2 Urnen
Wittichen
1 Bestattung

2022
Kaltbrunn
keine Bestattung
Wittichen
keine Bestattung

2023
Kaltbrunn
1 Bestattung
Wittichen
2 Bestattungen

2024
Kaltbrunn
keine Bestattung
Wittichen
2 Bestattungen

2025
Kaltbrunn
keine Bestattung
Wittichen
1 Urnenbestattung

Beratung:
Anhand von Beispielbildern anderer Friedhöfe, von Herstellern direkt,  aber auch vom Schenkenzeller Friedhof wurde in die Beratung eingestiegen. Es wurden mögliche Standorte auf den einzelnen Friedhöfen besprochen und deren Umsetzbarkeit. Gerade beim Thema Urnenstelen/Urnenwand sollte auch der geringe Bedarf bzw. die Nachfrage der letzten Jahre berücksichtigt werden. Das Anschaffen von zu großen Kapazitäten bei dieser Bestattungsart wurde nicht befürwortet. Nachdem die verschiedenen Formen der Bestattung vorgestellt waren, auch die der Bestattung um einen Findling, wurde die Zuhörerschaft mit in die Diskussion eingebunden. Es entwickelte sich ein lebhafter, sachlicher und konstruktiver Dialog mit dem Gremium. Die Frage, inwieweit man den Bedarf im Vorfeld durch etwaige Reservierungen -gerade über ein Bestattungsunternehmen- besser abbilden kann, konnte dahingehend beantwortet werden, dass hier aktuell kein Austausch besteht. Zumal auch immer nur die Bestattungsformen angeboten werden, die aktuell auf dem jeweiligen Friedhof möglich sind. Auch aus diesem Grund sei eine Ausweitung der Bestattungsarten zeitnah sinnvoll.

Aus dem Gremium kam der Vorschlag, sich mit einem Bestattungsunternehmen in Verbindung zu setzen um sich ein aktuelles Bild zu verschaffen, welche Arten der Bestattung aktuell gefragt seien und wie sich die Situation sowohl zurückliegend als auch in Zukunft entwickelt hat bzw. entwickeln könnte. Dies wurde vom Gremium befürwortet. Ein weiterer Punkt war die Möglichkeit, sich einen gezielten Platz auf dem Friedhof reservieren zu lassen. Dies sei aktuell nicht möglich. Man war sich hier aber einig, dass vielmehr das Vorhandensein der gewünschten Grabart wichtiger sei als der schlussendliche Platz bzw. die Lage auf dem Friedhof.

Ebenfalls angesprochen wurden auf dem Kaltbrunner Friedhof die beiden noch dort befindlichen Bäume. Hier war man sich einig, dass von diesen durchaus eine Gefahr für die mittlerweile sehr schön sanierte Kapelle ausgehen könnte und bat um Prüfung der Zustände der Bäume. Wobei hier auch schon bekannt war, dass zumindest ein Baum in seinem Zustand nicht mehr der vitalste ist.

Beschluss:
Um in diesem Tagesordnungspunkt weiterzukommen wurde beschlossen, die beiden Friedhöfe mit den neuen Grabarten samt möglichen Standorten zu überplanen. So würde man die größtmögliche Flexibilität erreichen und könnte von den Grabarten her alles anbieten, was auch in Schenkenzell zur Verfügung steht. Auch ein Standort für einen Findling soll gesucht werden.

Die Planung wird dann wieder im Gremium vorgestellt.

3. Ertüchtigung des Klostermuseums – Projektabschluss

Unser LEADER-Projekt aus dem Regionalbudget konnte mit der Plakettenübergabe am 27.03.2026 zumindest formell abgeschlossen werden. Knapp 23.000 Euro wurden für die Ertüchtigung aufgewendet, die sich überwiegend in den Bereichen Elektrik und Möblierung niederschlugen. Das Ergebnis ist aus meiner Sicht äußerst gelungen.
Besonders gefallen hat mir die Zusammenarbeit mit der Kirche, insbesondere dem Gemeindeteam und Frau Renner von der Verrechnungsstelle in Villingen, aber auch die Zusammenarbeit mit den ausführenden Handwerksbetrieben.
Herausragend war zudem das ehrenamtliche Engagement, das die Durchführung dieses Projektes überhaupt erst möglich gemacht hat. In den Arbeitseinsätzen, sowohl beim Ausräumen des Museums, als auch letzte Woche beim Putzen und Umräumen, standen viele Helfer parat, brachten ihre Ideen ein und sorgten für einen weiteren kleinen Fortschritt für unser Klostermuseum in Wittchen.
Auch das Streichen und Verputzen im Eingangsbereich, was durch zwei fleißige Ehrenamtler erledigt wurde und nicht als Teil des Projektes hinterlegt war, wertet das Ganze um ein Vielfaches auf.

Am kommenden Sonntag (Muttertag) starten wir nun in eine neue Museumsaison. Wie gewohnt wird das Museum immer am zweiten Sonntag im Monat von 11-16 Uhr, von Mai bis Oktober geöffnet sein.
Trotz der Ertüchtigung gibt es noch eine Vielzahl von Arbeiten, die im Museum auf die Zukunft gesehen anstehen. Mit als Erstes müssen wir uns dem Thema Beschriftung der Exponate zuwenden. Dabei geht es vorrangig darum, diese „selbst zu erklären“, damit die Besucherinnen und Besucher bei ihrem Durchgang eigenständig informiert werden und die Zeit des Aufenthaltes etwas verlängert wird. Zudem ist eine Tafel am Eingang notwendig, die darüber informiert, was sich im Museum befindet, wann geöffnet ist und wie man eine Führung durch das Klosterareal buchen kann.

Abschließend gilt der Dank allen, die sich für das Museum eingesetzt haben, die unterstützt haben, natürlich auch der Gemeinde für das zur Verfügung stellen der notwendigen Haushaltsmittel, und an die, die in Zukunft weiterhin mithelfen, dieses Kleinod am Leben zu erhalten.

Beratung:
Ortsvorsteher Maier ging nochmals auf die Sitzungsvorlage und auf den ersten Öffnungstag am gestrigen Sonntag (Muttertag) ein. Die Resonanz sei sehr gut gewesen, das Angebot eines Glases Sekt kam sehr gut an und lud die Besucher auch zu einem etwas längeren Aufenthalt im Museum ein. Das Anbringen eines Bildschirmes im 1. Obergeschoss und das Abspielen des Films zur letzten Riese aus dem Witticher Tal faszinierte die Besucher und lud zum Verweilen auf den neuen Sitzmöglichkeiten ein. Der Eintritt soll, wie bei den letzten Öffnungen auch, weiterhin auf Spendenbasis erfolgen. Persönlich galt der Dank nochmals allen Helfern, von denen auch im Gremium und in den Zuhörerreihen einige da waren. Ohne diese gemeinsame Hilfe, die sehr gute Zusammenarbeit mit der Kirche und die finanziellen Mittel aus dem Gemeindehaushalt wäre das Projekt nicht realisierbar gewesen.

Auch für die Zukunft gibt es noch einiges zu tun. Neben der besseren Beschriftung der Exponate soll auch eine Tafel im Eingangsbereich angebracht werden, die bei geschlossenem Museum darüber informiert, was sich darin befindet, wie Führungen gebucht werden können und wie beispielsweise die Öffnungszeiten sind.

4. Erlebniswanderung des LEV im Witticher-Tal

Im Rahmen des 20-jährigen Jubiläums des LEV Mittlerer Schwarzwald e.V. wollen die beiden Geschäftsführerinnen Frau Stößer und Frau Ebinger am Samstag, 13.06.2026 von 9.30 Uhr bis 14.00 Uhr eine Erlebniswanderung rund um das Witticher Tal durchführen. Geplant sind mehrere Stationen, die die Arbeit der Landschaftspflege den Teilnehmenden näherbringen sollen. Ausgangspunkt wird der Parkplatz am Kloster Wittichen sein. Näheres wird in der Woche vor der Ortschaftsratssitzung noch besprochen. Wir werden Ihnen in der Sitzung einen mündlichen Bericht liefern.

Finanzielle Auswirkungen:
keine

Beratung:
Der LEV stellt seit seiner Gründung einen wichtigen Bestandteil der Landschaftspflege und Offenhaltung im Witticher und Kaltbrunner Tal dar. Durch die gute Zusammenarbeit konnte einiges in den vergangenen Jahren erreicht werden. Im Zuge des Jubiläums wird auch eine Wanderung durch das Witticher Tal stattfinden, wozu herzlich eingeladen wird. An der Wanderung kann jeder ohne vorherige Anmeldung teilnehmen. Nach dem Start am Kloster Wittichen geht es durch das Tal über den Wüstenbach nach Hinter-Wittichen und auf der gegenüberliegenden Seite wieder zurück zum Kloster. Dort wird auch das Klostermuseum für Interessierte geöffnet sein. Unterwegs werden die Teilnehmer verschiedene Stationen mit Information zu Flora und Fauna erhalten, ein Teil der Bewirtschafter wird anwesend sein und auch der gemeindeeigene Häcksler mit den Gerätschaften des LEV wird ausgestellt. Unterwegs wird es Getränke und einen Imbiss geben. Über eine rege Teilnahme würden sich die Beteiligten freuen.

5. 900 Jahre Kaltbrunn 2027

Im kommenden Jahr wird bekanntlich Kaltbrunn 900 Jahre alt. Um frühzeitig in die Planung einsteigen und die Öffentlichkeit informieren zu können, findet sich dieses Jubiläum bereits jetzt auf der öffentlichen Tagesordnung unserer Sitzung.
Wir sollten uns Gedanken machen, welchen Ablauf und welchen Umfang wir dem kommenden Festjahr geben wollen. Einige Vorschläge gibt es schon, weitere sind natürlich gerne willkommen. Von meiner Seite aus bin ich grundsätzlich für alles offen. In den letzten Jahren hatten wir mit dem 50-jährigen Jubiläum zum Zusammenschluss mit Schenkenzell auch schon ein durchaus anspruchsvolles Festjahr. Das Jubiläum des Witticher Klosters oder auch das Roßbergfest wurden in der Bevölkerung sehr gut angenommen.
Ich persönlich bin der Meinung, wir sollten uns auf ein paar wenige, aber substanziell gute Veranstaltungen konzentrieren, da immer ein hoher personeller Aufwand notwendig ist.

Zudem müssen wir bei unserem im Herbst stattfindenden Klausurabend auch über einen kleinen finanziellen Posten zur Durchführung beraten.
Vorschlag wäre zum Start ein kleines Festbankett mit historischem Vortrag (März/April), evtl. im Klostersaal, dann eine Veranstaltung Richtung Sommer (hier gibt es auch schon Vorschläge) und noch etwas im Herbst/Winter (Adventsmarkt/Weihnachtsmarkt) zu veranstalten.

Beratung:
Nach Vorstellung der Sitzungsvorlage ging Maier auf den Punkt einer Veranstaltung im Herbst bzw. Winter ein. Ein möglicher Advents-/ Weihnachtsmarkt wäre auch in der Siedlung Roßbergerhof denkbar. Hier müsste mit den Anwohnern gesprochen werden, ob sie ihre Garagen/Carports und Zufahrten zur Verfügung stellen würden, um eine Bewirtung/Verkauf durchführen zu können. So würde das äußerst aufwendige Aufstellen von Marktständen – die ohnehin nur eine begrenzte Witterungsbeständigkeit hatten (siehe letzter Weihnachtsmarkt) – entfallen.

Als weiterer Punkt kam aus dem Gremium eine mögliche Familienwanderung / Sternwanderung als Vorschlag für die wärmere Jahreszeit. Hier könnten verschiedene Routen ausgewiesen werden, die auch mit Versorgungsstationen bedacht werden, und schließlich einen finalen bzw. zentralen Treffpunkt auf dem Sportplatz in Kaltbrunn haben. Für den Abend könnte es noch eine (Musik-) Veranstaltung im Zelt geben.
Man war sich einig darüber, dass es in der Summe nicht zu viele Veranstaltungen geben sollte, da dies personell kaum leistbar sei.
Da auch der Kaltbrunner Sportclub im nächsten Jahr sein 60–jähriges Bestehen feiert, würde hier evtl. die Möglichkeit bestehen in Absprache etwas gemeinsam zu machen bzw. zumindest die vorhandene Infrastruktur zu nutzen.

Beschluss:
Die Pläne sollten weiterverfolgt werden, weitere Ideen sind gerne willkommen und auch die Kontaktaufnahme/Abstimmung mit dem Kaltbrunnner Sportverein sollte durchgeführt werden.

6. Bericht zum Tourismus in Schenkenzell 2025

Herr Ring hat ein paar Zahlen aus 2025 zum Tourismus in Schenkenzell zusammengestellt. Diese werden auch in der Gemeinderatssitzung am 06.05.2026 vorgestellt. Für die Ortschaftsratssitzung wurden einige Daten speziell für den Ortsteil Kaltbrunn ausgewertet und ergänzt.

Touristische Fakten:

  • Aktive Vermieter 19/Kaltbrunn:   8
  • Bettenkapazität: 265/Kaltbrunn: 84

Touristenaufkommen:

  • Ankünfte: 829/Kaltbrunn: 1.621
  • Übernachtungen: 565/Kaltbrunn: 6.373
  • Durchschnittliche Aufenthaltsdauer: 2,63 Tage
  • Auslastung: 23,77%

Vergleiche zu den Vorjahren:

  • Jahr 2020
    Aktive Vermieter 17
    Betten 283
    Ankünfte 6.190
    Übernachtungen 17.993
    Durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Tagen 2,91
    Auslastung 17,41%
    Kurtaxe 22.543,25 €
  • Jahr 2021
    Aktive Vermieter 18
    Betten 286
    Ankünfte 6.332
    Übernachtungen 16.879
    Durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Tagen 2,66
    Auslastung 16,16%
    Kurtaxe 16.426,75 €
  • Jahr 2022
    Aktive Vermieter 18
    Betten 287
    Ankünfte 10.177
    Übernachtungen 25.692
    Durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Tagen 2,52
    Auslastung 24,52%
    Kurtaxe 24.448,00 €
  • Jahr 2023
    Aktive Vermieter 18/Kaltbrunn 8
    Betten 276/Kaltbrunn 90
    Ankünfte 10.056/Kaltbrunn 2.028
    Übernachtungen 23.012/Kalbrunn 7.016
    Durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Tagen 2,29
    Auslastung 26,60%
    Kurtaxe 24.351,50 €
  • Jahr 2024
    Aktive Vermieter 19/Kaltbrunn 9
    Betten 267/Kaltbrunn 84
    Ankünfte 9.716/Kaltbrunn 1.792
    Übernachtungen 23.746/Kaltbrunn 7.223
    Durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Tagen 2,44
    Auslastung 27,45%
    Kurtaxe 23.740,50 €
  • Jahr 2025
    Aktive Vermieter 19/Kaltbrunn 8
    Betten 265/Kaltbrunn 84
    Ankünfte 7.829/Kaltbrunn 1.621/Kaltbrunn 6.373
    Übernachtungen 20.565
    Durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Tagen 2,63
    Auslastung 23,77%
    Kurtaxe 31.042,00 €

Es ist zu nachträglichen Korrekturen der Zahlen 2023 und 2024 gekommen, beide Jahre konnten nach der Korrektur einen Zugang an Ankünften und Übernachtungen aufweisen. Die Differenz der Kurtaxe wird mit der Abrechnung 2025 eingenommen, wurde aber in der Tabelle und den Diagrammen den entsprechenden Jahren zugeordnet.
2023: + 1.951,50 €
2024: + 3.681,50 €

Tourismus in Kaltbrunn:

Gesehen an der Größe des Ortsteils haben wir doch einige große und gut ausgebuchte Beherbergungsbetriebe bei uns, die vor allem den Urlaub im Schwarzwald in seiner schönsten Form darstellen. Die Abgelegenheit und Ruhe in unseren Außenbereichen sind sicherlich nicht das kleinste Argument, um seinen Urlaub in Schenkenzell und seinem Ortsteil Kaltbrunn zu verbringen.

Gleichwohl ist es auch eine Aufgabe, den Ort für den Tourismus attraktiv zu halten. In den letzten Jahren wurde sicherlich einiges bewegt, aber auch für die Zukunft darf dieser Bereich nicht aus den Augen verloren werden. Auch der Tagestourismus spielt dabei eine wichtige Rolle. Der Vorteil bei Investitionen und Ertüchtigungen gerade im Bezug auf eine touristische Nutzung ist, dass es auch der einheimischen Bevölkerung dient.

Finanzielle Auswirkungen:
keine

Beratung:
Der Bericht wurde ausführlich vorgestellt und vom Gremium zur Kenntnis genommen.

7. Erneuerung der Tore am Feuerwehrhaus Kaltbrunn – Sachstand

Wie bereits bekannt ist, wurde für die Erneuerung der Tore am Feuerwehrgerätehaus der Abt. Kaltbrunn im Vortal grünes Licht gegeben. Ich möchte in der Sitzung nochmal auf den aktuellen Stand bringen und zu den Veränderungen, die sich aus den Vor-Ort-Terminen ergeben haben, berichten.

Beratung:

Nachdem die Vor-Ort-Termine auch mit der ausführenden Firma stattgefunden hatten, haben sich noch einige Änderungen ergeben. Es bleibt festzuhalten, dass die baulichen Gegebenheiten nicht einfach sind und jedes der drei Tore individuell betrachtet werden muss, um jeweils die bestmögliche Lösung zu finden. So soll bei Tor 1 -Standort STLF- das Tor innen montiert werden, um die volle Durchfahrtshöhe von 3,18 m beizubehalten. Dies soll gewährleisten, dass bei zukünftigen Fahrzeugbeschaffungen hier kein Nachteil durch die Einfahrthöhe besteht. Bei Tor 2 -Standort TSF- wird das neue Tor in die Leibung montiert. Dadurch soll eine Kältebrücke vermieden werden. Jedoch muss im oberen Bereich mit einer Blende gearbeitet werden, was die Einfahrthöhe leicht beschränkt. Bei Tor 3 – aktuell Lager – muss das neue Tor individuell angepasst werden, da die Garage sehr kurz ist. Auch hier wird das Tor in die Leibung montiert und eine größere Blende im oberen Bereich angebracht. Hier wird sich die Einfahrthöhe deutlich verringern, jedoch führt dies zu keinen Einschränkungen.
Durch die Mitglieder der Feuerwehr wird einiges an Eigenleistung erbracht, um die Kosten im Rahmen zu halten, dafür bereits jetzt schonmal einen herzlichen Dank an alle Helfer.

So werden die alten Tore selbst zurückgebaut und der Boden herausgenommen, damit die Einfahrt mit einem Pflasterbelag angepasst werden kann. Außerdem müssen im Inneren eine Vielzahl von Leitungen, Schaltern und Sicherungskästen abgebaut und verlegt werden. Die Montage zusätzlicher Leuchten sowie die Herstellung der elektrischen Versorgung sind ebenfalls Bestandteil der Eigenleistung. Auch das Begradigen von zwei Wänden steht an.
Nach der Tormontage stehen dann auch noch Ausbesserungsarbeiten wie Streichen und das Verputzen von Schadstellen an.

8. Hangsicherungsarbeiten am Burgfelsen

Wie bereits bekannt ist, soll dieses Jahr die Felssicherung am Burgfelsen durchgeführt werden. Da auf beiden Seiten Maßnahmen notwendig sind, sind auch beide Zufahrtsstraßen in unsere Täler betroffen. Nach einem erneuten Termin vor Ort und weiteren Informationen per Mail können jetzt schon einmal die wichtigsten Eckpunkte herausgegeben werden.

Die Arbeiten sollen nacheinander stattfinden. Zuerst geht es auf die Witticher Seite, im Anschluss auf die Kaltbrunner Seite. Die Tage der Vollsperrung haben sich nach jetzigem Stand sehr gut entwickelt. Aktuell wird von 5 – 6 Sperrtagen ausgegangen, verteilt auf zwei Blöcke (2 x 3 Tage). Es wird sowohl der Fels teilweise eingenetzt als auch stehende Netze angebracht. Untenstehend ein grober Überblick:

Bereich Wittichen

  • Baubeginn 18.05.2026 (Dauer ca. 2 Monate)
  • Keine Vollsperrung
  • Ostweg ist teilweise betroffen/gesperrt
  • Ampelbetrieb, halbseitig mit Prallwänden
  • Keine Einschränkungen für Rettungskräfte

Bereich Kaltbrunn

  • Baubeginn im Anschluss an Wittichen (ca. Mitte Juli bis Ende Oktober)
  • Vollsperrungen notwendig: 3 Tage zu Beginn und gegen Ende nochmals 2-3 Tage
  • Ampelbetrieb für „normale“ Arbeiten geplant
  • Bei Vollsperrung: Rettungsweg über die „Sandgrube“, Wegertüchtigung notwendig, wurden vom Kreis zugesagt Preise von Förster Schmieder wurden anerkannt.
  • Priorisierung Luftrettung bei Vollsperrung
  • Lotsenfahrzeug durch die Feuerwehr
  • Bei Großschadenslagen kann mit einer gewissen Vorlaufzeit die Baustelle geöffnet werden
  • Vollsperrungstage sollen auf Mo – Mi gelegt werden (Gastronomie/Friedwald etc.)
  • Sperrung wird täglich aufgehoben, Busverkehr möglich

Eine Information wird von mir persönlich zunächst an die Witticher Bevölkerung und die betroffenen Institutionen herausgegeben. Dasselbe erhält dann die Kaltbrunner Bevölerung  zu gegebener Zeit. Nach jetzigem Stand dürfte die Baumaßnahme – trotz ihrer Einschränkungen für die Bevölkerung – durchaus machbar sein. Schließlich dient die Maßnahme auch der Sicherheit der Verkehrswege und das Projekt wäre nach doch einiger Zeit an „Stillstand“ seinem Abschluss ein großes Stück näher.

Beratung:
Die Sitzungsvorlage wurde durch Ortsvorsteher Maier ausführlich vorgestellt.

9. Vergabe der Sanierung von zwei Brücken im Heubachtal

Der Gemeinderat der Gemeinde Schenkenzell hat in seiner Sitzung am 15.04.2026 die Vergabe der Sanierungsmaßnahmen für die beiden denkmalgeschützten Brücken BW 506 und BW 507 im Heubachtal beschlossen. Die Bauwerksprüfung hatte ergeben, dass an beiden Bauwerken dringende Reparatur- und Sicherungsmaßnahmen erforderlich sind, um die Tragfähigkeit sowie die langfristige Nutzung sicherzustellen. Ohne entsprechende Maßnahmen drohen Teilsperrungen.

Die Vergabe erfolgt im Wege der Direktvergabe an die Firma Bausanierungs Technik GmbH (BST) aus Gernsheim. Mit dem Unternehmen wurden bereits bei früheren Brückenprojekten in Wittichen sehr gute Erfahrungen gemacht, insbesondere bei kurzfristigen Einsätzen und fachgerechter Ausführung. Die Firma verfügt über die notwendige Fachkompetenz im Umgang mit historischen Bauwerken und war bereits im Vorfeld in die Planung eingebunden.

Die Direktvergabe ist vergaberechtlich zulässig, da der Auftragswert unterhalb von 100.000 € netto liegt. Zudem ermöglicht dieses Verfahren eine zeitnahe Umsetzung der Maßnahmen. Die Kosten der Sanierung belaufen sich insgesamt auf rund 114.300 € brutto und werden zwischen der Stadt Wolfach und der Gemeinde Schenkenzell aufgeteilt. Für die Gemeinde Schenkenzell sind im Haushalt entsprechende Mittel in Höhe von 55.000 € vorgesehen.

Genehmigungen aus wasserrechtlicher und denkmalschutzrechtlicher Sicht liegen vor. Fördermöglichkeiten wurden geprüft. Die Durchführung der Maßnahmen ist ab der Kalenderwoche 19/2026 vorgesehen. Eine Sperrung der Straße ist im Zuge der Sanierungsmaßnahmen nicht erforderlich. Der fließende Verkehr kann während der gesamten Bauzeit aufrechterhalten werden.

 

Finanzielle Auswirkungen:

Die Gesamtkosten für die Sanierung der beiden Brücken BW 506 und BW 507 im Heubachtal betragen gemäß Angebot der Firma Bausanierungs Technik GmbH insgesamt 96.082,00 € netto bzw. 114.337,58 € brutto.

Die Kosten setzen sich wie folgt zusammen:

  • Baustelleneinrichtung: 27.467,00 € netto / 32.685,73 € brutto
  • BW 506 – Heubachtal: 30.310,00 € netto / 36.068,90 € brutto
  • BW 507 – Heubachtal: 38.305,00 € netto / 45.582,95 € brutto

Die Gesamtkosten werden zwischen der Stadt Wolfach und der Gemeinde Schenkenzell aufgeteilt. Im Finanzhaushalt der Gemeinde Schenkenzell sind anteilige Mittel in Höhe von 55.000 € eingeplant.

Beratung:
Die Arbeiten sind aktuell bereits in vollem Gange

10. Bekanntgaben

  • Die Arbeiten an der Brücke im Witticher Dörfle sollen zeitnah abgeschlossen werden.

11. Verschiedenes, Wünsche und Anträge

  • Dank für Landschaftspflege: Ortsvorsteher Maier dankt allen fleißigen Helfern, die über den Winter ihren Beitrag zur Landschaftspflege und Offenhaltung geleistet haben. Es wurde wieder einiges bewegt, damit der Sukzession Einhalt geboten wird. Auch ein gemeinsamer Arbeitseinsatz im Bereich des Witticher Friedhofes wurde durchgeführt.
  • Weidefläche um das Kloster Wittichen: Von einem Zuhörer kam noch der Hinweis, dass die Weideflächen um das Kloster immer weiter verbuschen. Dem stimmte Ortsvorsteher Maier so zu und gab an, dies an die zuständigen Behörden weiterzuleiten. Der Zuhörer monierte, dass man vor vielen Jahren mit großem Aufwand die Flächen aus der Verbuschung zurückgeholt hat und nun wieder das Gegenteil eintritt. Maier stimmte dem zu und ergänzte, dass eine intensivere Beweidung und auch eine Nachpflege dies verhindern könnten.
  • Dank Bürgermeister: Bürgermeister Heinzelmann dankte Ortsvorsteher Maier und allen Helfern, die sich bei Projekten aller Art im Ort einsetzen und mithelfen, damit diese realisiert werden können und auch für den Beitrag zur Landschaftspflege, der die Täler offen und lebenswert häl

 

 

 

 

 

 

 

 

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