Es war lange warm und trocken, was ideale Bedingungen für die Vermehrung von Borkenkäfern bedeutet. Im ganzen Landkreis Rottweil ist der Befall von stehenden Bäumen nun zu sehen und darf nicht verpasst werden!
Was trügt, sind noch leicht grüne Nadeln in der Krone.

Hier kann trotzdem ein Befall vorliegen, vor allem wenn man folgende Kennzeichen sieht:

  • Braunes Bohrmehl auf der Rinde, unter Rindenschuppen, auf Spinnweben, am Stammfuß und auf Pflanzen in der Umgebung;
  • Harztröpfchen am Stamm, vor allem am Kronenansatz;
  • Von Spechten abgeschlagene Rindenstücke;
  • Verblassend fahl-grün werdende bis vergilbende Nadeln;
  • Tannen sind auch oft von Tannenborkenkäfern befallen, was sich durch rote Nadeln zeigt.

Damit keine Gefahr für Nachbargrundstücke ausgeht, müssen alle Waldbesitzende ihre Wälder eigenverantwortlich kontrollieren und sich um die Holzaufarbeitung kümmern. Die Forstverwaltung und die örtlichen Forstrevierleitungen überwachen die Einhaltung dieser Regelungen und schreiten bei Verstößen ein.

Bei der Aufarbeitung muss an folgende Punkte gedacht werden:

  • Gipfelmaterial ist ebenfalls geeignetes Brutmaterial für Borkenkäfer und muss ent-fernt werden. Weil aktuell aufgrund der Waldbrandgefahr ein Verbrennen des Ma-terials nicht zulässig ist, sollte es gehackt oder klein geschnitten werden.
  • Befallenes Holz muss aus dem Wald entfernt oder entrindet werden bevor Jungkäfer ausfliegen können.
  • Vom Borkenkäfer befallene Tannen sind genauso zu behandeln wie befallene Fichten.
  • Soll Stammholz verkauft werden, sollte die Menge mindestens 15, besser 30 Fest-meter betragen. Bevor man das Holz auf Länge sägt, wird eine Rücksprache mit der örtlichen Revierleitung dringend empfohlen, um die optimalste Aushaltung für den Holzverkauf zu finden.

Können Waldbesitzende die erforderlichen Maßnahmen nicht selbst durchführen, kann die Betreuung der örtlich zuständigen Revierleitenden in Anspruch genommen werden. Die Kontaktdaten finden Sie im Internet unter www.landkreis-rottweil.de/forstamt.