Entwicklungskonzept für die Gemeinde Schenkenzell
19. November 2025
Eine lebens- und liebenswerte Gemeinde für alle Bürgerinnen und Bürger
Die wesentlichsten Elemente sind:
Tief eingeschnitten in die Landschaft des oberen Kinzigtals liegt die Gemeinde Schenkenzell mit seinem Ortsteil Kaltbrunn am Rande des Landkreises Rottweil. Die Gemeinde Schenkenzell hat ca. 1.800 Einwohner, davon rund 280 Einwohner im Ortsteil Kaltbrunn. Ein hoher Anteil der Bevölkerung ist, wie üblich im Schwarzwald, auf viele Einzelgehöfte und Wohnplätze verstreut. Durch die geographische Lage bedingt gibt es eine enge Verknüpfung mit der Nach barstadt Schiltach im Landkreis. Talaufwärts grenzt Schenkenzell an den Landkreis Freudenstadt, talabwärts an den Ortenaukreis. Der große Teil des Landkreises Rottweil kann nur durch die Überwindung von ca. 350 Höhenmetern über das Plateau zwischen Kinzig- und Neckartal erreicht werden.
Verkehrstechnisch liegt die Gemeinde an der B 294, welche Freudenstadt mit Offenburg verbindet. Entlang der B 294 über Schiltach und die B 462 gelangt man nach Schramberg. Die Bahnlinie zwischen Offenburg und Freudenstadt mit einem Bahnhof in Schenkenzell bietet zwar schnelle Verbindungen in Richtung Stuttgart oder ins Rheintal, die Geographie erschwert aber das Erreichen der Mittelzentren im Landkreis Rottweil. Diese Randlage hemmt, auch durch die Kreisgrenzen, in vielen Bereichen die Zusammenarbeit und erschwert die Wohn- und Arbeitsbedingungen.
Die Gemeinde Schenkenzell hat sich Ende des 19. Jahrhunderts frühzeitig dem Fremdenverkehr zugewandt, da die Ansiedlung von Industriebetrieben durch die enge Tallage sehr erschwert war und ist. Gerade nach dem zweiten Weltkrieg bot dieser Gewerbezweig in den sechziger und siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts vielen gastronomischen Familienbetrieben und Privatvermietern ein gutes Auskommen.

Durch die industrielle Entwicklung von Betrieben in benachbarten Städten verlor vor allem der private Fremdenverkehr die Möglichkeit dort Familieneinkommen zu generieren. Der Tourismus spielt weiterhin eine wichtige Rolle, aber rangiert nicht mehr an der Spitze. Für die meisten Bürgerinnen und Bürger ist Schenkenzell inzwischen Wohngemeinde geworden. Hier muss sich die Gemeinde Schenkenzell weiter positionieren, um eine Abwanderung in städtische Gebiete zu vermindern und den jungen Menschen eine geeignete Alternative zur Stadt zu bieten. Dazu hat die Gemeinde Schenkenzell schon in den letzten Jahren viele kleine Schritte getan. Kindergarten mit Kinderkrippe, gemeinsame Grundschule Schiltach / Schenkenzell, Entwicklungskonzept zur Stärkung der Ortsmitte, kulturelle Angebote, Leistungen der Sozialgemeinschaft Schiltach/Schenkenzell für Senioren und vieles mehr dienen dazu, die Gemeinde Schenkenzell weiterhin lebens- und liebenswert zu erhalten.
Ortsteil Kaltbrunn
Mit rund 280 Einwohnern ist der Ortsteil Kaltbrunn ein weitverzweigter Teilort mit drei verschiedenen kleinen Weilern in drei verschiedenen Tälern. Daneben gibt es Einzelgehöfte und Wohnplätze. Die durchschnittliche Entfernung zur Ortsmitte liegt bei 4 – 6 Kilometern.

Ein touristischer und kultureller Anziehungspunkt ist das Kloster Wittichen, ein ehemaliges Frauenkloster aus dem 14. Jahrhundert. Da bei einer Öffnung des Grabes der Klostergründerin Luitgard im 17. Jahrhundert das Gehirn unversehrt vorgefunden wurde, ist die selige Luitgard heute ein Wallfahrtsort für viele Gläubige aus der nahen und weiteren Umgebung. Eine wunderschöne barocke Kirche, ein Klostermuseum sowie ein Teil des ehemaligen Klosters mit Pfarrwohnung und Gemeindesaal runden heute das Ensemble ab.


Der Ortsteil hat mit Gesang- und Fußballverein sowie der Feuerwehr und der Kirchengemeinde mehrere Vereinigungen, welche ein kulturelles und sportliches Leben ermöglichen.
Das Witticher Tal im Ortsteil Kaltbrunn war im Mittelalter über vermutlich sieben Jahrhunderte Bergbaustandort mit Gewinnung von Silber und Kobalterzen. Der Silberbergbau war einer der ertragreichsten im Schwarzwald. Heute durchziehen eine Vielzahlan aufgelassenen Stollen die Berghänge. Ein geologischer Lehrpfad biete Informationen über die geologischen Grundlagen.
Mit dem Sanierungsgebiet „Ortskern“ in den Jahren 1999 bis 2008 wurden 2,4 Mio. Euro in die Infrastruktur der Ortsmitte und Verbesserung der Wohnsituation privater Wohngebäude investiert. Kernpunkt waren die Sanierung des Rathauses mit Rathausplatz, die Sanierung zweier ehemaliger, teilweise leerstehender Gasthäuser mit Umnutzung in Wohnungen und die Nutzung deren Erdgeschosse für gewerbliche Zwecke, Verbesserung der Erschließungswege und Abbruch nicht mehr erhaltungswürdiger Bausubstanz.
Im Jahr 2015 wurde die Gemeinde Schenkenzell mit dem Sanierungsgebiet „Heilig-Garten“ zum zweiten Mal in das Landessanierungsprogramm aufgenommen. Vom Regierungspräsidium wurden dafür 1,55 Mio. Euro an Förderung bewilligt. Bislang wurden 16 private und fünf kommunale Maßnahmen umgesetzt. Unter anderem wurde das Haus des Gastes umfassend saniert und mit einem Aufzug versehen, sodass insbesondere die Räumlichkeiten des Zahnarztes und der Hebammen barrierefrei erreicht werden können.
Zudem wurde die Grünfläche in der Ortsmitte neben der ehemaligen Grundschule und der Turn- und Festhalle zum Freizeitgelände Heilig-Garten umgestaltet. So wurde ein großer Abenteuerspielplatz geschaffen und ein Schaufloß im Zuge des Kinzigtäler Flößerwegs installiert. Mehrere Himmelsliegen und Bänke laden zum Ausruhen und Genießen ein.
Auch ein Pavillon wurde errichtet, der für Vereinsaktivitäten, als Ruheplatz für Besucher genutzt werden kann und auch als Trauungsort ein besonderes Ambiente bietet. Im Jahr 2020 wurde eine versenkbare Ver- und Entsorgungsstation mit Leitungen für Wasser und Strom geschaffen, sodass das Gelände auch als Festplatz für Vereins- und Dorffeste oder den Weihnachtsmarkt genutzt werden kann. Die direkte Lage im Ortszentrum bietet auch dem Gast, ob mit PKW oder auf dem Fahrrad entlang des Kinzigtalradweges oder auf der Wanderung entlang des Jakobusweges eine gute Gelegenheit, in der Gemeinde eine Pause einzulegen. Aufenthaltsqualität und gastronomische Betriebe in der unmittelbaren Umgebung ergänzen sich dann ideal.
Im Jahr 2025 wurde das Freizeitangebot im Heilig-Garten um eine Boule-Anlage erweitert. Dies war in einer Einwohnerversammlung als Vorschlag eingebracht worden.


Die aktuelle Verlängerung bis April 2026 soll u.a. genutzt werden, um das gemeindeeigene Wohngebäude Heilig-Garten 4 umfassend zu sanieren.
In Betrachtung der letzten drei Jahrzehnte hat sich die Bevölkerung zunächst positiv, dann aber negativ entwickelt.
Nach der Volkszählung 1987 hatte die Gesamtgemeinde eine Bevölkerung von 1.913 Einwohnern. Durch den Zustrom an Aussiedlern Anfang der neunziger Jahre, vor allem durch die Vermietung eines ehemaligen Gastronomiebetriebes, stieg die Bevölkerung bis Ende der neunziger Jahre auf knapp 2.000 Einwohner an. Durch Wegzüge der Aussiedler, aber auch durch geringere Geburtenraten ab 2000 sank die Bevölkerung vor allem in den ersten 10 Jahren des 21. Jahrhunderts deutlich ab. Auf der Grundlage des Zensus 2011 hatte die Gemeinde Schenkenzell zum 31.12.2014 eine Einwohnerzahl von 1.765 Einwohner. Mit der Flüchtlingswelle im Jahr 2015 stieg die Einwohnerzahl durch eine größere Unterbringung des Landkreises im ehemaligen Hotel Sonne an und hat sich bis 2021 zwischen 1.800 und 1.850 Einwohner stabilisiert. Im Zuge der Errichtung einer weiteren Unterbringung stieg die Zahl der Einwohner zum 31.12.2022 auf den höchsten Stand mit über 1.900 Einwohnern an. Durch die zurückgehenden Zahlen an Geflüchteten und die Schließung bzw. geringere Belegung der Unterkünfte nimmt auch die Einwohnerzahl wieder ab und liegt nun bei rund 1.800 Einwohnern.
Dabei macht sich besonders die Altersstruktur bemerkbar. Durch den demografischen Wandel steigt der Anteil der über 60-jährigen Einwohner, wobei der Ortsteil Kaltbrunn älter ist. Während der Anteil der über 60-Jährigen Anfang 2020 sowohl im Hauptort als auch in Kaltbrunn bei 28 % lag, stieg dieser zum Jahresanfang 2025 auf 32 % in Schenkenzell und sogar auf 35 % in Kaltbrunn. In Schenkenzell ist zumindest der Anteil der unter 18-Jährigen im gleichen Zeitraum von 17 % auf 19 % gestiegen. Im Ortsteil Kaltbrunn war der Anteil zwar konstant bei 15 %, der Anteil der Kaltbrunner Bevölkerung sinkt dadurch jedoch stärker als in Schenkenzell. Seit 2001 musste in Kaltbrunn ein Rückgang der Bevölkerung um ein Drittel verkraftet werden. Im Hauptort Schenkenzell war im gleichen Zeitraum ein Rückgang von 9 % zu verzeichnen.
Lebens- und liebenswert stellt sich die Gemeinde Schenkenzell offen für alle dar.
Im oberen Kinzigtal wohnen wir in einem staatlich anerkannten Luftkurort in intakter Umwelt und in herrlicher Landschaft. „Wohnen wo andere Urlaub machen“ ist ein weit bekannter Spruch und trifft für die Gemeinde Schenkenzell in vollem Umfang zu. In den vergangenen Jahrzehnten entwickelte sich die Gemeinde ausschließlich entlang der Talauen der Kinzig sowie der Kleinen Kinzig bis in die noch nutzbaren Hanglagen hinein. Es entstand somit im Hauptort eine bauliche Konzentration von Wohnen sowie einigen wenigen Gewerbebetrieben, soweit es im engen Tal möglich ist. Die nutzbaren
Flächen sind bis auf ganz wenige Ausnahmen bereits für Wohnbauzwecke oder auch Gewerbe- und Mischgebiete überplant.
Die Gemeinde versucht die Vorgaben der Landesregierung über flächensparendes Bauen und die Aktivierung privater, bereits erschlossener Bauplätze umzusetzen. Allerdings sind private Bauplätze äußerst schwierig zu generieren. Abfragen bei Eigentümern unbebauter Bauplätze bilden ein Baulückenkataster, welches zur Vermittlung bauwilliger Personen herangezogen wird. Allerdings werden private Bauplätze nur in unregelmäßigen Abständen und für die Gemeinde nicht planbar veräußert. Gerade in den Jahren äußerst niedriger Zinsen werden private Bauplätze nur bei unmittelbarem
eigenen Finanzbedarf verkauft. Nichtsdestotrotz versuchen wir durch eine kostenlose Bauplatzbörse auf der Gemeindehomepage Bauplätze, Häuser und Wohnungen direkt an Interessenten zu vermitteln.
In den letzten Jahren sind gebrauchte Immobilien bei marktgerechten Preisen meist schnell an junge Familien weiter veräußert worden. Leerstehende gebrauchte Häuser sind in jüngster Vergangenheit stark gesucht, die Nachfrage übersteigt das Angebot. Allerdings müssen die Gebäude für einen Verkauf in einem guten, auch energetisch ordentlichen Zustand sein, da ansonsten die Immobilie nur über einen sehr niedrigen Preis verkauft werden kann.
Daher wird eine künftige Herausforderung sein, die durch den Tod der älteren Generation freiwerdenden Gebäude wieder an eine interessierte Käuferschicht heranzuführen. Die energetische Sanierung der Bestandgebäude ist dabei eine sehr große Hilfe zur Zielerreichung.
Gerade die Fördermöglichkeiten aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum und aus dem Landessanierungsprogramm tragen wesentlich zu einer stetigen Modernisierung von Gebäuden sowohl im Außenbereich als auch in der Ortsmitte bei.
Trotz allem gibt es auch in der Gemeinde eine zwar absolut gesehen nicht große aber stetige Nachfrage nach Bauplätzen. Bisher konnten die meisten Wünsche noch durch restliche kommunale sowie sporadische private Bauplätze befriedigt werden. Auch wenn die Nutzung von innerörtlichen Wohnbauflächen im Vordergrund steht, plant die Gemeinde ein Baugebiet im Gewann „Winterhalde“, welches im Gegenzug zum Gewannname gegenüber unserem Wahrzeichen „Schenkenburg“ sonnige Flächen bietet und für alle Altersschichten eine neue Heimat werden kann. Dieses Baugebiet soll in zwei Stufen realisiert werden, damit lediglich nur so viele Plätze erschlossen werden, wie Nachfrage vorhanden ist.
Im Ortsteil Kaltbrunn gibt es ein kleines Neubaugebiet mit noch drei verfügbaren Bauplätzen. Innerörtliche Baulücken gibt es nur ganz wenige. Hier wurden erfreulicherweise oft die Elternhäuser durch die nächste Generation übernommen und weiterentwickelt. Die Siedlungsentwicklung wird sich im Ortsteil Kaltbrunn deshalb in den nächsten Jahren ganz überwiegend im Ausbau und Fortentwicklung der vorhandenen Bausubstanz bewegen.
Auch Leerstände von Wohnungen gibt es praktisch nicht. Um weitere Wohnungen zu schaffen, wurden durch einen privaten Bauträger zwei Mehrparteienhäuser mit je acht Wohnungen in zentraler Lage in der Spannstatt geschaffen. Eine Weiterentwicklung auf gemeindeeigener Fläche ist bereits angedacht.
Die Belegung des ehemaligen Hotels Sonne mit Geflüchteten ist endlich. Eine Wiederaufnahme des Hotelbetriebs ist aufgrund des Zustands des Gebäudes nicht möglich. Für das Gebiet in der Ortsmitte, welches insbesondere das Gelände der Sonne mit seinen 2.675 m² umfasst, wurde das Projekt „Gemeinsame Zukunft Schenkenzell: Ortsmitte für Alle“ ins Leben gerufen. Ein Gesprächsabend mit Bürgerinnen und Bürgern brachte viele Vorschläge hervor. Gerade Wohnkonzepte, die das Zusammenleben mehrerer Generationen ermöglichen, bieten für das Sonnen-Areal eine attraktive Alternative. Insbesondere junge Menschen sind oft auf der Suche nach kleinen Wohnungen für Alleinstehende. Für Senioren stellt die eigene Wohnung ein großes Stück Selbstständigkeit dar und gleichzeitig die größte Hürde. Ein betreutes Wohnen wird von der Sozialgemeinschaft angeboten, aber selbst das ist mit einem Wegzug aus Schenkenzell nach Schiltach verbunden. Durch Wohnmöglichkeiten für gemischte Altersgruppen können alle voneinander profitieren. Senioren können länger in der Gemeinde wohnen und in ihrem bekannten sozialen Umfeld bleiben, haben aber dennoch andere Menschen um sich herum, die ihnen im Alltag behilflich sein können.
Trotz einer relativ kleinen Bevölkerung, verteilt auf zwei Ortschaften, kann die Bürgerschaft von einer guten Grundversorgung profitieren. Die Geschäftslagen haben sich ganz überwiegend entlang der Ortsdurchfahrt der B 294 angesiedelt. Sämtliche Geschäfte der Grundversorgung sind im Ort vorhanden. Zentrale Parkplätze sind überall in ausreichender Zahl vorhanden.
Im Ortskern befinden sich ein Lebensmittelgeschäft mit Bäckerei, eine weitere Bäckerei sowie ein Metzgereigeschäft. Im Dienstleistungsbereich gibt es zwei Bankfilialen, ein Elektrogeschäft, ein Fitnesscenter, zwei Beauty Salons, eine Patisserie, eine Steuerberatungskanzlei sowie ein Versicherungsbüro und ein Finanzdienstleister. Gerade Personen ohne eigenes Fahrzeug können sich vor Ort mit den notwendigen Lebensmitteln und Dienstleistungen eindecken. Dies ist insbesondere für die ältere Bevölkerung eine Erleichterung, da damit selbstständig und auch ohne Auto eingekauft werden
kann.
Zur Versorgung der älteren Bürgerschaft steht die Sozialgemeinschaft Schiltach –Schenkenzell zur Verfügung. Der gemeinnützige Verein, getragen von der Bürgerschaft aus beiden Kommunen, deckt die vielfältigen Leistungen für die Senioren ab. Als Kernpunkt dient hier das Gottlieb-Freithaler-Haus in Schiltach, welches als Pflegeheim von der Sozialgemeinschaft betrieben wird. Von Essen auf Rädern, Pflegeleistungen der Sozialstation, Tagespflege, Kurzzeitpflege, betreutem Wohnen beim Pflegeheim bis hin zur ständigen Pflege kann die Sozialgemeinschaft für alle Anforderungen eine zielgerichtete Lösung anbieten. Auch die angegliederte Nachbarschaftshilfe bietet eine wertvolle Unterstützung zur Bewältigung des Alltags. Hinzu kommen noch Gesprächskreise für Trauernde sowie für pflegende Angehörige, eine Hospizgruppe, Angebote für Sturzprävention etc. Die Sozialgemeinschaft hat eine wichtige Schlüsselfunktion im sozialen Bereich in der Gemeinde.
Für ihre Gemeindegröße ist Schenkenzell auch hinsichtlich der ärztlichen Versorgung gut aufgestellt. So gibt es im zentral gelegenen Haus des Gastes mehrere Gesundheitseinrichtungen. Im Erdgeschoss wird eine Nebenstelle einer allgemeinmedizinischen Praxis betrieben, deren Hauptsitz sich in Oberwolfach befindet. Die Praxis in Schenkenzell ist von Montag bis Freitag immer einen halben Tag abwechselnd vormittags oder nachmittags geöffnet. Ebenfalls im Erdgeschoss gibt es eine Apotheke.
Im 1. Obergeschoss hat sich eine Zahnarztpraxis angesiedelt. Die Räumlichkeiten wurden renoviert und die Praxisausstattung auf einen modernen Stand gebracht. Derzeit gibt es die Tendenz, dass die Praxis vergrößert wird. Im selben Stockwerk teilen sich mehrere Hebammen Räume für Beratungen, Untersuchungen und Kurse.
Im Laufe des Jahres 2025 wird ein Aufzug im Gebäude eingebaut, der einen barrierefreien Zugang zu allen Praxen ermöglicht. Zentral in der Ortsmitte befindet sich zudem eine Praxis für Physiotherapie sowie ein Fitnessstudio. Ein Hotel, das geschlossen wurde, wurde in eine Privatklinik für psychosomatische Medizin umgewandelt. Diese ist grundsätzlich auf einen stationären Aufenthalt ausgelegt, bietet für die örtliche Bevölkerung eine ambulante Behandlung an.
Die Gemeinde Schenkenzell kann in der Kinderbetreuung auf zwei Kindergärten in der Gemeinde und ab dem Schulbereich auf eine in der unmittelbaren Nachbarschaft vorhandene Bildungslandschaft aufbauen.
Neben dem Kindergarten St. Luitgard wurde zur Schaffung weiterer Betreuungsplätze, gerade auch im Kleinkindbereich, ein weiterer Kindergarten St. Ulrich errichtet. Dieser befindet sich in Räumlichkeiten der Gemeinde, wobei beide Kindergärten in Trägerschaft der katholischen Kirche liegen. Dabei gibt es verschiedene Betreuungsmodelle, um den Bedarf an einer Betreuung auch in Tagesrandzeiten zu decken.
Nach dem Kindergarten können die Kinder in der gemeinsame Grundschule Schiltach-Schenkenzell die ersten vier Jahre ihrer Schulbildung genießen. Die weiterführenden Schulen, wie Realschule und Gymnasium, können die Jugendlichen in der Nachbargemeinde Alpirsbach oder talabwärts in Wolfach bzw. Hausach besuchen. Begleitend zu den schulisch abgedeckten Tageszeiten bietet die Gemeinde Schenkenzell mit der Stadt Schiltach eine Hausaufgaben- und Ferienbetreuung für Schüler der Grundschule an. An sämtlichen Schultag beginnt die Betreuung mit einem gemeinsamen Mittagessen, Hausaufgabenzeit sowie Freizeitgestaltung bis 16.00 Uhr. Die Ferienbetreuung umfasst einen Gesamtzeitraum von sechs bis sieben Ferienwochen. In den Herbstferien, den Osterferien, in einer Woche in den Pfingstferien und drei bis vier Wochen in den Sommerferien, werden bis zu 20 Kinder aus Schenkenzell mit einem attraktiven Programm betreut. Ab dem Schuljahr 2025/2026 wird die Grundschule sukzessive zu einer verlässlichen Ganztagsgrundschule ausgebaut.
Die musikalische Bildung übernimmt die Musikschule Schramberg, deren Kooperationspartner die Gemeinde Schenkenzell ist. Die meisten Instrumente können vor Ort zur Ausbildung angeboten werden. Von der musikalischen Früherziehung im Kindergarten, über die Instrumentenausbildung für den Musikverein Schenkenzell bis zu ausgefallenen Einzelinstrumenten, hier können alle Wünsche erfüllt werden. Die Erwachsenenbildung wird mit der Außenstelle der Volkshochschule Schramberg gemeinsam mit der Stadt Schiltach umgesetzt. Ein wechselndes Programmangebot, auf unseren Bedarf zugeschnitten, kann vor Ort abgerufen werden. Für weitergehende Bildungswünsche steht selbstverständlich das gesamte Angebot der Volkshochschule im Mittelzentrum Schramberg zur Verfügung.
Im Sport- und Freizeitbereich arbeiten die Gemeinden Schenkenzell und Schiltach ebenfalls schon viele Jahrzehnte zusammen.


Dem Hallensport beider Gemeinden steht neben den jeweiligen Mehrzweckhallen im Ort eine große Dreifeldhalle zur Verfügung. Handball, Turnen und Tischtennis sind die Schwerpunkte im Hallensport.
Zusätzlich bietet der TV Schiltach mit einem Leistungszentrum für den Turnsport mit eigener Turngerätehalle allen turnbegeisterten Personen aus beiden Gemeinden eine Heimat. Ergänzt wird dieser Standort durch eine Leichtathletikanlage mit einer 110 m Hürdenbahn, Weitsprunganlage, Hochsprung, Kugelstoßen sowie Kleinspielfeld für weitere Sportarten.
Nebenan befindet sich das gemeinsame Freibad beider Gemeinden. Durch ständige Modernisierungen und Sanierungen gibt es eine zeitgemäße Anlage in schönster Sonnenlage. 50 m Bahn, Sprunganlage, Nichtschwimmerbereich und Kleinkindbereich bieten für den sportbegeisterten Besucher ebenso wie für die Familie ein spaßiges und kühlendes Badeerlebnis.
Der mitgliederstärkste Verein ist der Turnverein Schenkenzell, welcher ein umfangreiches Angebot für Breiten- und Freizeitsport Aktivitäten bietet. Die Aktivitäten reichen für die Jüngsten vom Eltern-Kind-Turnen, dem Purzelturnen über verschiedene Tanz-und Gymnastikgruppen bis zu den Senioren mit der 60+ Gruppe. Neben den Breitensportgruppen ist auch der Handball und die Leichtathletik dem TV angegliedert.
Der Fußballverein hat im Ortsteil Kaltbrunn seine Heimat. Ein modernes Kunstrasenfeld mit einer LED-Flutlichtanlage sowie ein Vereinsgebäude mit Sanitär- und Umkleideräumen bieten sehr gute Trainings- und Spielbedingungen. Diese nachhaltige Verbesserung bindet Aktive und den Fußballnachwuchs wieder enger an den Verein und bildet eine gute Grundlage für die weitere Vereinsarbeit.
Der Tennisclub Schenkenzell rundet das Sportangebot ab. Auf drei Plätzen agiert ein aktiver Verein, welcher inzwischen auch mit dem Tennisclub Schiltach in vielfältiger Form kooperiert. Durch die Sanierung des Platzes mit einem Kork-Belag und winterfesten Linien kann eine ganzjährige Bespielbarkeit gewährleistet werden. Einzigartig in der Umgebung ist die Möglichkeit, Rollstuhltennis zu spielen, womit auch ein wichtiger Beitrag zur Inklusion und Barrierefreiheit geleistet wird. Die Sanierung des Clubhauses mit sanitären Anlagen und Umkleiden trägt zu einem guten Erscheinungsbild bei.
Sowohl die Modernisierungsmaßnahmen beim Fußballverein als auch beim Tennisclub wurden maßgeblich von der Gemeinde gefördert, um die Erhaltung der Anlagen, die die wesentliche Grundlage für die Vereine und ihre Arbeit sind, zu unterstützen.
Seit 2022 gibt es als jüngsten Verein in Schenkenzell die Moores-Darter e.V., der Dartbegeisterten die Möglichkeit bietet, ihr sportliches Können unter Beweis zu stellen. Mit zwei Mannschaften nimmt der Verein an den offiziellen Spielen der Dartliga Freudenstadt teil.
Durch die enge Tallage konnten sich in der Vergangenheit nur sehr wenige mittelständische Betriebe und kleinere Handwerker ansiedeln.
Derzeit bietet die Gemeinde knapp 430 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, davon knapp die Hälfte bei zwei Gewerbebetrieben. Die Firma Duravit fertigt in Schenkenzell sämtliche Badmöbel aus Holz für die ganze Welt. Es sind noch kleinere Restflächen für eine Betriebserweiterung vorhanden.
Die Firma STW stellt technische Fasern als Zuschlagsstoff für eine große Bandbreite an Produkten her. Die Baustoffindustrie mit Putzen, Beton und Straßenbelag, die Autoindustrie mit Bremsbelägen, Kupplungsscheiben etc. oder die Windkraftindustrie mit Rotorflügeln sind nur einige Produktbespiele. Zwischenzeitlich ist das vorhandene Stammbetriebsgelände bebaut. Eine kleinere Zusatzfläche, derzeit als Lager benutzt, ist an andere Stelle in der Gemeinde noch vorhanden.
Die andere Hälfte der Arbeitsplätze ist in kleineren Betrieben des Handels, Handwerks und Dienstleistung angesiedelt. Gerade die kleinen Betriebe bilden eine starke Struktur in der Gemeinde. Neun Handwerksbetriebe, ein Hotel, drei Gaststätten sowie eine Patisserie mit Eisdiele bilden mit den wichtigsten Einkaufsgeschäften eine gute Infrastruktur.
Gerade in den letzten Jahren konnten einige neue, kleinere Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe neu etabliert werden. Dabei setzt sich die Gemeinde bei Bedarf bei den wenigen verfügbaren Flächen, meist in Mischgebieten, bei einer Vermittlung zwischen privaten Eigentümern und Interessenten ein. Hier spielt die weitere Verdichtung vorhandener Flächen eine große Rolle. Bei den beiden größeren Betrieben wird sich die Gemeinde für die weitere Verdichtung der Standorte einsetzen, um die Betriebe langfristig in der Gemeinde zu halten.
In Zeiten einer zunehmenden Digitalisierung ist die Versorgung der bebauten Grundstücke in allen Teilen der Gemeinde mit Breitbandangeboten wichtig. Da die jüngere Generation ganz besonders ihren Wohnort vom Vorhandensein einer guten Breitbandversorgung abhängig macht, ist dies für den Ortsteil ein äußerst wichtiges Thema, um der Überalterung Einhalt gebieten zu können. Durch die Corona-Pandemie wurde zudem der Trend zu mobilem Arbeiten und Arbeiten im Homeoffice verstärkt, wofür eine gute und stabile Internetversorgung unerlässlich ist.
Im derzeitigen Breitbandausbau, wurden die Haushalte in einem 1. Ausbauschritt mit Bandbreiten zwischen 30 und bis zu 100 Mbit/s versorgt. Als nächster Schritt ist eine Versorgung, der bisher unversorgten weißen Flecken in den kommenden Monaten vorgesehen. Somit stehen die Höfe im Außenbereich und in den Seitentälern kurz vor dem Anschluss ans Glasfasernetz. Innerörtlich sind auch die Industriebetriebe und Gewerbegebiete vor dem Anschluss ans Glasfasernetz. Die Gemeinden führen dies in Kooperation mit dem Landkreis Rottweil durch. Die Gemeinde profitiert von Fördermitteln des Bundes und des Landes, welche über den Landkreis akquiriert wurden. Im nächsten Schritt sollen die grauen Flecken, d.h. Haushalte ohne einen gigabitfähigen Internetanschluss, an das Glasfasernetz angeschlossen werden.
Die Gemeinde Schenkenzell ist recht gut an das überörtliche Straßennetz angebunden. Die B 294 und die L 405 bieten dafür gute Voraussetzungen. Allerdings ist das innerörtliche Straßennetz ein dauerhaftes Sorgenkind. Die Gemeinde besitzt ca. 60 km Gemeindestraßen, davon ca. knapp 50 km Gemeindeverbindungsstraßen, sowie Hofzufahrten. Hinzu kommen über 35 Brücken und Durchlässe.
Die Gemeinde investiert jährlich durchschnittlich ca. 270.000 € für den Erhalt der kommunalen Verkehrsinfrastruktur.
Die Gemeinde Schenkenzell liegt direkt an der Bahnlinie Offenburg-Freudenstadt und besitzt eine Haltestelle in der Ortsmitte. Normalerweise liegt die Taktfrequenz bei einer stündlichen Bedienung in beide Richtungen. Derzeit hält der Zug nur 5mal täglich.
Grund dafür sind die neuen Elektro Züge, die seit 2024 zum Einsatz kommen, die allerdings einen längeren Halt an den Bahnhöfen verursachen. Somit wird tagsüber die überschlagende Wende im Bahnhof Freudenstadt zeitlich nicht mehr möglich. Es fehlt an einer Weiche im Bahnhof Freudenstadt, welche bis Ende 2026 eingebaut werden soll.
Erfreulicherweise wurde in den vergangenen Jahren stark in die Bahnstrecke investiert und auch künftig werden Bauwerke erneuert. Die Bahnlinie ist ein äußerst wichtiger Punkt für die Gemeinde, da sie einer älter werdenden Bevölkerung jederzeit die Chance bietet mobil zu sein. Für Pendler und Schüler ist der Zug sehr wichtig, um täglich schnellstmöglich zum Arbeitsplatz oder zur Schule zu gelangen. Geflüchtete
Personen, die in den meisten Fällen nicht über ein eigenes Fahrzeug verfügen, sind ebenfalls auf eine gute Anbindung angewiesen, um z. B. Termine bei anderen Behörden wahrnehmen zu können.
Auch im Bereich Tourismus ist die Bahnlinie eine wichtige Stütze, speziell bei der Konzeption des Kinzigtalradweges, wofür sie den Rücktransport am Abend aus dem unteren Kinzigtal ermöglicht. Zudem kommen zu den Gesundheitseinrichtungen im Ort Besucher aus umliegenden Gemeinden, für die die Bahn eine unkomplizierte Anfahrt ermöglicht.Ziel ist es, die ausgesetzten Bahnstopps so schnell wie nur irgend möglich wieder herzustellen.
Einhergehend mit einem naturverbundenen und sanften Tourismus ist die Offenhaltung unserer Landschaft. Mit rund 86 % Waldanteil der gesamten Gemarkung ist die Grenze zu einer abwechslungsreichen und attraktiven Umgebung längst überschritten. Da die Wiesenflächen des mittleren Schwarzwaldes durch die tief eingeschnittenen Täler nicht nur sehr steil, sondern auch sehr verstreut liegen, ist die landwirtschaftliche Arbeit äußerst unattraktiv. Durch den Strukturwandel der Landwirtschaft gibt es neben einzelnen größeren Tierhaltern, gibt es neuerdings auch wieder vermehrt Ziegen und Schafhalter für die Offenhaltung schwieriger Flächen in der Gemeinde. Die Gemeinde hat frühzeitig die Gefahr der Nutzungsaufgabe und damit verbunden der Aufforstung oder mindestens der natürlichen Sukzession gesehen. Bereits seit Ende der 1990er Jahre arbeitet die Gemeinde Hand in Hand mit dem größten Flureigentümer und den Behörden des Landratsamtes Rottweil zusammen um die Mindestflur offen zu halten. Im Jahr 2005 baute die Gemeinde mit Fördergeldern einen Rinderstall zur Landschaftspflege von inzwischen 80 ha Grünland. Diese wird durch die Berg- und Talwiesen GbR, ein Zusammenschluss von drei Landwirten, umgesetzt.
Flankiert von über 10 ha Biotoppflegeflächen, verschiedenen LPR-Pflegeflächen, u.a. kann die Gemeinde der schwindenden landwirtschaftlichen Nutzung wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen. Mittels des vor 20 Jahren gegründeten Landschaftserhaltungsverbands (LEV) Mittlerer Schwarzwald und in Kooperation mit dem LEV Rottweil hat die Gemeinde hilfreiche Instrumente zur Vermittlung von Flächen, Hilfe für Bewirtschafter, Beratungen, etc. in der Hand. Darüber hinaus besteht viel ehrenamtliches Engagement zur Offenhaltung. Die Gemeinde unterstützt weiterhin die Pflege der Flächen und die Bewirtschafter.
In den siebziger Jahren war der Fremdenverkehr mit vielen Hotels, Gaststätten und Privatzimmervermietern ein boomender Gewerbezweig nicht nur allgemein im Schwarzwald, sondern auch in Schenkenzell. Hier hat sich in der Gemeinde ein ganz gravierender Strukturwandel bis Ende des letzten Jahrtausends vollzogen.
Waren es vor 30 Jahren noch über 700 Betten in 14 Hotels, Gasthäusern und vor allem bei sehr vielen privaten Vermietern, ist es heute nur noch ein Hotel, zehn private Ferienwohnungen und –häuser und zwei Seminarhäuser, welche sich die knapp 240 Betten aufteilen. Ergänzend gibt es immer wieder Überlegungen, Flächen als Wohnmobilstellplätze zur Verfügung stellen zu können, um auch dieser, in den letzten Jahren stark wachsenden Branche, etwas bieten zu können.
Von über 100.000 Übernachtungen in den siebziger Jahren sanken die Übernachtungszahlen auf heute rund 20.000 ab.
Aus der Werbegemeinschaft Kinzigtal mit weiteren 22 Gemeinden entstand der Verein Schwarzwald Tourismus Kinzigtal e.V. – STK, in dem sich die Gemeinde mit weiteren zwölf Kommunen des oberen und mittleren Kinzigtals zusammengeschlossen hat. Dieser kümmert sich insbesondere um das Außenmarketing. In allen Kommunen der STK werden insgesamt rund 1,5 Mio. Übernachtungen generiert.
Bei teilnehmenden Beherbergungsbetrieben erhalten Übernachtungsgäste die KONUS-Gästekarte, mit der alle Bussen und Bahnen des Nahverkehrs kostenlos genutzt werden können. Zudem gilt ein ermäßigter Eintritt an vielen Attraktionen in der Umgebung beim Vorzeigen der Gästekarte.
Die Zielrichtung sind aktive Urlauber für Motorradfahren im Schwarzwald, Mountainbiking auf einem guten Wegenetz mit vielen interessanten Trails, Radfahren auf dem Kinzigtalradweg, Wandern in wunderbarer Natur, u.a. auf dem Flößerweg zwischen Loßburg und Wolfach, Mittel- und Ostweg, Hansjakobweg und Jakobusweg, sowie viele örtliche Kilometer anspruchsvolle oder auch leichte Wege für Genusswanderungen.
In 2026 wird ein neuer Mehretappenwanderweg, der alle 13 Mitgliedsorte der STK miteinander verbindet, als zertifizierter Qualitätswanderweg eröffnet. Die Gemeinde Schenkenzell arbeitet ebenfalls daran, das lokale Wanderwegeangebot auszubauen. So wurde der bestehende Rundwanderweg Kaltbrunn-Runde ausge baut, damit diese kinderwagentauglich ist, und mit Attraktionen wie einer Holzmurmelbahn, einem Trachten-Fotomotiv und verschiedenen Infotafeln aufgewertet. Die Planung und Erweiterung zusätzlicher Wanderwege werden weiter vorangetrieben.
Auch zur Ausweisung von speziellen Mountainbike-Trails gibt es Überlegungen. Familienurlauber haben sowohl in der Gemeinde als auch in der Umgebung viele Attraktionen von der Hirschgrundzipline und dem Freibad über die Sommerrodelbahn und das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof bis zum Europapark sowie viele Museen und Führungen, etc. zur Verfügung.
Aber auch die Kultur und das Essen kommen hier im Kinzigtal genügend zur Geltung. Badische Küche und Schwarzwälder Brauchtum bieten für Jung und Alt viel Abwechslung.
Die Erhaltung der Ruine Schenkenburg mit Beschilderung der gesamten Anlage, das ehemalige Kloster Wittichen mit Klostermuseum, das gerade ertüchtigt wird, und Führungen dazu, die Aufarbeitung der historischen Flößerei, tragen dazu bei, dass auch das historische Bild der Gemeinde gewahrt wird. Eine Ortsrunde mit Erläuterungen zu historischen Gebäuden soll das Angebot erweitern.


Schenkenzell bietet für alle Interessengruppen etwas. Ob für junge Leute, Familien oder die Generationen 50+ sollen die jeweiligen Ansprüche an die Gastlichkeit, saubere und natürliche Umwelt, aktives Erleben, Wissensvermittlung, u.a. erfüllt werden.
Auch bei heutzutage geringeren Übernachtungszahlen dient doch der Tourismus zur Stärkung der vorhandenen Infrastruktur, verhindert das gastronomische Ausbluten einer Gemeinde und bietet eine nicht zu unterschätzende Anzahl an Aushilfs- und versicherungspflichtigen Beschäftigungen.
Wie eingangs erwähnt liegt die Gemeinde Schenkenzell geografisch mit der Nachbarstadt Schiltach im oberen Kinzigtal. Dies hat schon ab den siebziger Jahren bewirkt, dass die beiden Kommunen eine intensive interkommunale Zusammenarbeit pflegen.
Mit dem Bau einer gemeinsamen Hauptschule, einer großen Sporthalle sowie eines Freibades wurden vor 50 Jahren die Grundsteine gelegt. Heute haben wir bei fast allen Vereinen eine intensive Zusammenarbeit, Spielgemeinschaften sowie Vereine, welche sich von vornherein auf beide Gemeinden beziehen.
Ob bei Musikschulen, Hausaufgabenbetreuung, Tourismus, Landwirtschaft, Abwasser, und vielen weiteren Bereiche – es gibt eine Vielzahl an Feldern für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.
Ein größeres interkommunales Projekt wurde im Jahr 2024 angestoßen. Mit den fünf Kommunen Aichhalden, Eschbronn, Hardt, Lauterbach und Schiltach wurde der Konvoi Rottweil-Schwarzwald gebildet, um eine kommunale Wärmeplanung zu erstellen. Durch den Zusammenschluss sollen durch Schnittmengen und Gemeinsamkeiten Synergien zur Ermittlung von Potenzialen in klimaneutralen Wärmeversorgung genutzt werden. Wir in Schenkenzell sind große Verfechter einer interkommunalen Zusammenarbeit und streben in weiteren Bereichen zukünftige weitere Kooperationen an.
Die Gemeinde Schenkenzell hat im Juni 2025 die unterstützende Erklärung zum Klimapakt zwischen dem Land und den Kommunalen Landesverbänden unterzeichnet. Sie bekennt sich damit zu ihrer Vorbildfunktion im Umgang mit dem kommunalen Klimaschutz. Auch in Schenkenzell macht sich der Klimawandel durch immer heißere Sommer, die Herausforderungen für die Wälder durch Trockenheit und Käfer u.a. bemerkbar.
Seitens der Gemeinde werden bereits seit Jahren Dächer öffentlicher Gebäude für die Nutzung durch Photovoltaik zur Verfügung gestellt. Mit dem Instrument des Landessanierungsprogramms werden Stück für Stück auch Kommunale Gebäude mit klimafreundlichen Heizungen und Wärmedämmung ausgestattet.
Die Straßenbeleuchtung wird auf neue stromsparende LED-Technik umgestellt. Bei künftigen Projekten wird auf einen vernünftigen Anteil an klimaneutralen und klimafreundlichen Maßnahmen geachtet. Das Gemeindeentwicklungskonzept wurde im Laufe des Jahres 2014 zusammengestellt und dient als Leitlinie für die Steuerung der einzelnen Prozessfelder. Im Jahr 2025 wurde das Konzept fortgeschrieben.
Schenkenzell, 05.11.2025
gez. Bürgermeister Heinzelmann
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