Hinweis an alle Waldbesitzer

Das Landratsamt Rottweil informiert:

Durch die starken Schneefälle im Winter und die damit einhergehende Naßschneelage gab es im Kreis Rottweil an den Waldbeständen Schäden durch gebrochenes und umgedrücktes Holz.

Wird dieses Holz nicht zügig aufgearbeitet, finden die Borkenkäfer im beginnenden Frühjahr genug Holz, das ihnen als ideale Brutstätte dienen wird.

Durch die doch recht geringen Niederschläge und die warmen Temperaturen im Jahr 2020 konnten sich die Käfer wieder gut entwickeln und vermehren.

Noch spät im Jahr vom Käfer befallene Bäume, hauptsächlich am Rand von Befallsherden, dienen als „Überwinterungsbäume“. Um die Käferpopulation im Frühjahr zu reduzieren und die Gefahr für die Fichtenbestände eindämmen zu können, müssen diese Bäume entfernt werden.

Das Forstamt rechnet mit einer hohen Ausgangspopulation an Borkenkäfern aus den vergangenen Jahren, denen mit dem Schneebruchholz weiterhin bruttaugliches Material zur Verfügung steht.

Folgende Vorgehensweise wird empfohlen:

  • Kontrolle der Wälder auf Schneebruchschäden, vor allem am Rand von alten Käfernestern
  • Bäume mit dürrer Krone aber noch anhaftender Rinde sind zu entfernen
  • Überwinterungsbäume sind zu entfernen

  Sie erkennt man an:

  •  Weitgehend anhaftender Rinde
    •  Grüner oder schütterer Krone, oft grüner Nadelteppich am Boden
    •  Vom Specht geöffnete Brutbilder im Kronenbereich
  • Die Waldbestände sind regelmäßig im Abstand von 14 Tagen auf Neubefall zu kontrollieren

Alle beschädigten und vom Schnee umgedrückten Bäume sind aufzuarbeiten. Daraufhin ist das Holz aus dem Wald zu entfernen. Ist das nicht zeitnah vor dem ersten Käferflug im April möglich, ist es zu entrinden oder mit einer Schutzspritzung zu behandeln.

  •  Holzlose sollten für den Verkauf mindestens 10 Festmeter groß sein;
  •  Aushaltung des Holzes vor Beginn der Arbeiten mit dem Revierleiter abstimmen

Können Waldbesitzer die erforderlichen Maßnahmen nicht selbst durchführen, können Sie die Beratung des örtlich zuständigen Revierleiters in Anspruch nehmen.

Rottweil, den 23.02.2021                                                                                                                        gez. KapahnkeForstamtsleiter