Im Gegensatz zur derzeitigen Witterung waren die Jahre 2018 bis 2020 überdurchschnittlich trocken. Das Forstamt informierte wiederholt zum Thema Borkenkäfer und Waldbrandgefahr. Doch die Trockenjahre 2018 – 2020 führten nicht nur zur starken Entwicklung der Borkenkäfer sondern auch zu weiteren Schäden im Wald.

Betroffen war und ist dabei auch die Baumart Buche. Die Buche benötigt für ein gutes Wachstum eine gute Wasserversorgung. Sie ist allerdings auch so flexibel, dass sie auf schlechter wasserversorgten Standorten, wie z.B. flachgründigen Böden, überleben kann. An die geänderte Wassersituation in den Jahren 2018 – 2020 konnten sich die Bäume aber nicht so schnell anpassen. Die Folgen sind, dass viele Buchen entweder ganz oder teilweise, insbesondere im Kronenbereich, abgestorben sind. Buchenholz wird nach dem Absterben schnell morsch und brüchig, wenn es weiter der Witterung ausgesetzt ist. Deshalb können abgestorbene Äste und Kronenteile leicht abbrechen, herunterfallen und dadurch gefährlich werden.

Herabfallende Äste und im Einzelfall auch mal umstürzende Bäume gehören zu den waldtypischen Gefahren, die im Wald vorkommen können. Jeder, der den Wald betritt, muss mit solchen Gefahren rechnen. Der Waldbesitzer ist in den Fällen des normalen freien Betretensrecht zu keinen zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen verpflichtet. Das Betreten des Waldes erfolgt nach § 37 Landeswaldgesetz Baden-Württemberg auf eigene Gefahr.

Da die Wälder im Landkreis Rottweil überwiegend nicht von Buchen geprägt sind, hält sich der Umfang der von Buchen ausgehenden Gefahren hier insgesamt in Grenzen. Dennoch möchte das Forstamt Rottweil alle Waldbesucher im Landkreis über die ausgeführten Umstände informieren und auf die möglichen Gefahren hinweisen.

Das Forstamt wünscht allen Waldbesuchern gute Erholung und einen sicheren und angenehmen Aufenthalt in den Wäldern.

Rottweil, den 16.08.2021 
gez. Kapahnke
Forstamtsleiter